Wo man Dunkelheit verbreitet, kann man Wunder leuchten lassen! 

 

Das Schwarzlichttheater oder „Schwarzes Theater“ stellt eine besondere Form des Darstellenden Spiels dar: Es wird in dunklem Raum auf einer schwarz ausgekleideten Bühne, die nur von Schwarzlichtlampen (UV-Licht) bestrahlt wird, gespielt. Die Schauspieler sind ganz mit schwarzer Kleidung verhüllt und sind so vor dem schwarzen Hintergrund für das Publikum unsichtbar. Sie bewegen die Leuchtutensilien meist zur Musik und ohne zu sprechen. Gegenstände erscheinen, schweben, verwandeln sich und verschwinden wieder auf scheinbar magische Art und Weise, und erzählen damit ganze Geschichten. Die Schauspieler können aber auch mittels weißer oder fluoreszierender Kleidungsstücke mit dem eigenen Körper Effekte hervorrufen und beispielsweise Hände auf der Bühne erscheinen oder Gestalten sich auflösen lassen. Das Schwarzlichttheater lebt von der optischen Täuschung, die das Publikum verblüfft und in eine illusionäre Welt versetzt.

 

Zunächst werden die Schüler in dieses neue Feld eingeführt. Der AG-Leiter erklärt ihnen, was alles möglich ist und wie die einzelnen Effekte realisiert werden können. Ist die Grundidee verstanden, kann‘s auch schon losgehen. Es werden Ideen und Vorschläge gesammelt und eine Geschichte ausgedacht. Steht das Grundgerüst, sind alle Rollen verteilt und ist die Bühne aufgebaut, geht‘s ans Eingemachte: die Umsetzung.

 

Schwarzlichttheater bedeutet auch „Theater aus dem Versteck“. Hier wagen sich oft auch ängstliche Kinder auf die Bühne und können sich dort unbeobachtet entfalten. Das Wissen darum, dass sie als Akteure nicht wahrgenommen werden, verhilft ihnen zu mehr Sicherheit und Experimentierfreudigkeit. Auch das soziale Miteinander wird gestärkt: Die Schauspieler merken schnell, dass ein gelungener Auftritt nur in der eingespielten, aufeinander bezogenen Gemeinschaft funktionieren kann. Um optische Effekte zu inszenieren, braucht man viele unsichtbare Hände. Das Spiel im Schwarzen Theater erfordert exakte Absprachen, eine gute Kooperation und viel Disziplin in der gesamten Gruppe. Erscheint ein Gegenstand nicht zur richtigen Zeit, ist der Zauber dahin. Sind im Schwarzen Theater Stimmen zu hören, ist die Illusion zerstört. Den Darstellern wird eine hohe Konzentration abverlangt, ihre Rolle im Dunklen exakt zu spielen, bzw. auch manchmal schnell zu improvisieren, um eine Szene zu retten. Die Leistungen des Einzelnen treten zurück hinter den Eindruck, den nur eine rücksichtsvolle und sich zuarbeitende Gruppe bewerkstelligen kann.

Die synergetische Leistung jedes Einzelnen in einer rücksichtsvollen und sich zuarbeitenden Gruppe trägt dazu bei, das Publikum in eine beeindruckende Welt der sprechenden Lichter entführen zu können.

 

 

 

Dauer: Teilnehmerzahl: Personen Zielgruppe: Preis pro Kurs:
90-120 Minuten bis 15 1. bis 4. Klasse ab 50 €

 

Voraussetzungen: Schwarzlichtlampen, Stoffe, Bastelzubehör für Bühnenobjekte, schwarzlichtaktive Farbe, schwarze Kleidung, schwarze und weiße Handschuhe